CDU-Stadtverband Espelkamp

CDU beantragt Rollpark-Zentrum

Konzept soll mit der Jugend abgestimmt werden

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Espelkamp hat beantragt, ein Rollpark-Zentrum für Espelkamp prüfen zu lassen. Der Antrag richtet sich an den Ausschuss für Sport, Vereinswesen und Soziales und an den Ausschuss für Stadtentwicklung.

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Zielbild ist eine Anlage, die einen Pumptrack mit eigenem Kids-Loop für Laufräder und Anfänger mit einem Skatebereich verbindet. So sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Fahrrad, BMX, Skateboard, Scooter oder Inlinern einen gemeinsamen Treffpunkt bekommen.

Es geht ausdrücklich zunächst um eine Prüfung, nicht um einen Baubeschluss. Das Vorgehen ist zweistufig: Zuerst erarbeitet die Verwaltung gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen ein inhaltliches Konzept. Welche Elemente die Anlage bekommt, wird nicht vorab festgelegt, sondern im Co-Design mit den künftigen Nutzerinnen und Nutzern entwickelt, mit dem Jugendzentrum IsY7, dem Real Life, der örtlichen Skaterszene und den Schulen.

Parallel werden mögliche Standorte geprüft: die Rundturnhalle und ihr Umfeld, das Schulzentrum, das Bahnhofsumfeld sowie Flächen am Stadtrand und in den Ortschaften. Der Standort entscheidet über die Förderung. Vorrangig soll eine Förderung über das ISEK geprüft werden. Die Rundturnhalle liegt bereits im ISEK-Gebiet, für das Schulzentrum soll eine Aufnahme geprüft werden. Ist eine ISEK-Förderung nicht möglich, etwa bei einem Standort in den Ortschaften, soll die Verwaltung gezielt andere Fördermöglichkeiten suchen, zum Beispiel das EU-Programm LEADER oder die Sportförderung des Landes NRW.

„Das ist ein lang gehegter Wunsch der Jugendlichen in unserer Stadt“, sagt August-Wilhelm Schmale, Vorsitzender des Ausschusses für Sport, Vereinswesen und Soziales. „Jetzt wollen wir Nägel mit Köpfen machen.“

Entscheidend sei eine seriöse Grundlage, betont Schmale: „Erst wenn klar ist, was die Jugendlichen wollen, wo die Anlage stehen kann und welche Förderung möglich ist, können wir verantwortungsvoll entscheiden. Zuerst schauen wir auf das ISEK, und wenn das nicht passt, auf andere Töpfe. Unser Ziel ist, möglichst viel Geld von außen einzuwerben.“

Beim Standort will die CDU alle Möglichkeiten offen halten. „Wir sollten auch prüfen, ob sich die Anlage an bestehende Sportanlagen andocken lässt. Das spart Kosten und nutzt Infrastruktur, die schon da ist“, so Schmale. „Und wir wollen eine Anlage, die wirklich genutzt wird und zu Espelkamp passt. Dafür müssen alle mit ins Boot, die Politik, die Vereine und vor allem die Jugend selbst.“ Auch Fraktion und Arbeitskreis Sportstätteninfrastruktur sollen eng eingebunden werden.

Die CDU-Fraktion verschließt dabei nicht die Augen vor der Haushaltslage. Die Stadt befindet sich im Haushaltssicherungskonzept und plant mit erheblichen Defiziten, ein Haushaltsausgleich liegt noch in weiter Ferne. „Uns ist klar, dass das Geld knapp ist und jeder Euro doppelt umgedreht werden muss“, sagt Schmale. „Aber man darf trotzdem nicht den Kopf in den Sand stecken. Wir dürfen bei allen Sparzwängen nicht vergessen, dass auch die Jugendlichen in dieser Stadt etwas von uns erwarten.“

Deshalb soll schon bei der Konzeptentwicklung auf einen wirtschaftlichen Bau und geringe Folgekosten geachtet werden. Ein Pumptrack ist dafür ein sinnvoller Baustein: Anlagen dieser Art sind im Vergleich zu vielen anderen Projekten in der Unterhaltung günstig. Die Bahn aus Asphalt ist robust, braucht keine Gebäude- oder Gerätetechnik und keinen Betrieb mit Personal, und sie steht allen Altersgruppen unabhängig von Vereinen oder Öffnungszeiten offen. „Für vergleichsweise wenig Geld erreichen wir sehr viele junge Menschen“, so Schmale. „Das ist gut angelegtes Geld.“

Der Antrag ist keine Priorisierung gegenüber anderen Vorhaben. Klar ist für die CDU-Fraktion auch: Bei Turnhallen, Vereinsheimen und Feuerwehrgerätehäusern stehen weiterhin Aufgaben an, die wir nicht aus dem Blick verlieren dürfen. Die Prüfung des Rollpark-Zentrums läuft daneben und nimmt diesen Themen nichts weg.

Als Beispiele aus der Region verweist die CDU auf Rahden, Bad Oeynhausen und Enger, wo Pumptracks mit Landes-, Bundes- oder LEADER-Mitteln entstanden sind. Ein Rollpark-Zentrum mit Pumptrack, Kids-Loop und Skatebereich wäre im Altkreis ein Alleinstellungsmerkmal.