Dr. Henning Vieker stellt sich vor
Henning Vieker: Ich bin mit Politik groß geworden. In über 20 Jahren hatte ich vielfältige Aufgaben inne und durfte erleben, was man politisch mit Fleiß und guter Teamarbeit alles erreichen kann. Als dann klar wurde, dass mein Vater in den Ruhestand gehen wird, habe ich gemeinsam mit meiner Frau überlegt, ob eine Kandidatur in Frage käme. Als Espelkamper möchte ich mich direkt vor Ort für diese Stadt einsetzen und glaube, mit meiner Erfahrung kann ich die bisherige gute Entwicklung weiterführen, aber auch neue Aspekte wie zum Beispiel die Digitalisierung fördern.
Espelkamper Nachrichten: Sie sind ja bekanntlich der Sohn des amtierenden Bürgermeisters. Sehen Sie das als Problem?
Henning Vieker: Nein, eher im Gegenteil. Wir hatten vier gute Bewerber innerhalb der CDU Espelkamp. Nach einem Auswahlverfahren und einer demokratischen Abstimmung schenkte mir die Mehrheit der Mitglieder das Vertrauen. Es geht nicht darum, was für den Kandidaten gut ist, sondern wie wir Espelkamp weiter voranbringen können. In all den Jahren habe ich unglaublich viel von meinem Vater gelernt. Klar ist aber auch: Ich bin eine andere Generation mit neuen Ideen und Zielen.
Espelkamper Nachrichten: Für welche Schwerpunkte setzten Sie sich ein?
Henning Vieker: Espelkamp hat sich in den vergangen Jahren beachtlich entwickelt. Das haben wir nicht zuletzt auch den vielen kleinen und großen Unternehmen zu verdanken, deshalb wird ein großer Schwerpunkt die Wirtschaftsförderung sein. Dabei spielen natürlich auch Handwerk, Dienstleistung und Landwirtschaft eine große Rolle. Nur wenn wir weiterhin Arbeits- und Ausbildungsplätze haben, können junge Leute auch vor Ort bleiben – dafür werde ich mich einsetzen. Zweitens will ich unsere Stadt insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Digitalisierung weiter nach vorne bringen. Wir brauchen schnelles Internet für alle. Als letzten großen Schwerpunkt sehe ich die Mobilität der Zukunft. Gerade wir im ländlichen Raum dürfen die Anbindung nicht verlieren.
Espelkamper Nachrichten: Warum wechseln Sie von der privaten Wirtschaft in die Verwaltung bzw. Politik?
Henning Vieker: Ich glaube mit meiner Erfahrung aus Forschung und Wirtschaft kann ich ganz neue Aspekte in die Verwaltungsarbeit bringen.
Zur Person: Kurzbiografie von Henning Vieker