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Presse
09.07.2010, 12:53 Uhr | Westfalen-Blatt, Michael Nichau Übersicht | Drucken
Volkshochschule soll künftig moderner werden
Bilanz bei der Verbandsversammlung in Rahden


Rahden/Altkreis Lübbecke (WB). »Wir müssen verstärkt Jugendliche ansprechen und moderner werden«, hat Anke Steinhauer, Leiterin der VHS Altkreis Lübbecke am Mittwoch den Mitgliedern der Verbandsversammlung erklärt.


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Der Bericht der neu im Amt befindlichen Leiterin der Volkshochschule war der Haupt-Tagesordnungspunkt der Versammlung, die im Rahdener Rathaus zusammenkam.

Steinhauer berichtete über einen sehr schweren Start in das vergangene Semester. Im pädagogischen Bereich habe man mit einen hohen Krankenstand zu kämpfen gehabt. »Wir haben uns dennoch bemüht, alle Fachbereiche mit Leben zu füllen, aber vieles, was wir uns vorgenommen hatten, konnte so nicht in die Tat umgesetzt werden«, sagte sie. Dennoch habe das Team der VHS sehr zusammengestanden und das Semester gut über die Runden gebracht. Gleichzeitig mussten aber auch die Veranstaltungen für das kommende Programm geplant werden.

Außerdem seien die VHS-Mitarbeiter mit der Zertifizierung beschäftigt gewesen. Ab Februar habe die Vorbereitung begonnen. Jetzt sollen bald die so genannten »Audits« (Prüfungen) folgen. »Intern hat sich die Arbeit bei der VHS schon stark geändert«, sagte Steinhauer. Das habe mit den Maßnahmen zur Zertifizierung zu tun. Jetzt gebe es verstärkt Konferenzen und ein Beschwerdemanagement. Weitere Neuerung seien die geplanten Semesterauftaktveranstaltungen. Auch solle jedem Semester jetzt eine Versammlung aller Dozenten vorgeschaltet werden. In Planung sei auch eine Kurs-Sprecher Konferenz, kündigte die VHS-Chefin an.

Im kommenden Semester wolle die Volkshochschule etwa 8000 Stunden anbieten. »Das Angebot sollte aber noch weiter ausgebaut werden«, meinte Anke Steinhauer. Jedoch müsse man das Angebot im Gesundheits- und Kulturbereich ausbauen.

Wichtiges Standbein der VHS seien auch die Lehrgänge zum Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses und des Hauptschulabschlusses. »Inzwischen haben wir die ersten guten Zeugnisse ausstellen können«, sagte Steinhauer. Auf diese Lehrgänge könne man stolz sein.
So entpuppe sich aber, dass der Kreativ-Bereich nicht mehr der Hauptakzent einer Volkshochschule sei. »Gerade der Bereich Gesundheit und Bewegung ist einer, mit dem sich die Leute beschäftigen«, sagte Steinhauer. Hier müsse man dem demographischen Wandel Rechnung tragen. »Das ist ein großes Potenzial, das wir nicht anderen überlassen sollten.«

Stark sei das Angebot vor allem im Sprachenbereich. Hier könne man mittlerweile 19 Sprachen erlernen. Die Angebote seien gut über alle Schulorte verteilt. Wichtig sei auch der Schwerpunkt der beruflichen Bildung. »Hier müssen wir das Interesse an der Weiterbildung verstärken. Immerhin sind wir der zentrale Ort der Weiterbildung im Kreis Minden-Lübbecke. Wir bieten den Kommunen eine Grundversorgung an Weiterbildungsmaßnahmen.«

Wichtige sei - gerade für diesen Bereich - Jugendliche anzusprechen. Auch müsse man sich verstärkt um Menschen mit unterschiedlichen Bildungshorizonten kümmern.

Künftig werde es Semester auftaktveranstaltungen geben. Diesmal werde Lach-Trainer William Drucks unter dem Motto »Lachen ist die beste Medizin« das Programm bestreiten.

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