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Presse
18.06.2010, 11:28 Uhr | Neue Westfälische Übersicht | Drucken
Frauenunion besucht Mennoniten-Gemeinde an der John-Gingerich-Straße
„Dieses Engagement ist beispielhaft“


Espelkamp (nw). Espelkamp ist eine interessante Stadt – diese Feststellung kann auch auf die kirchliche Landschaft übertragen werden. Denn in den Gründungsjahren der Kommune wurde nicht nach Konfessionszugehörigkeit unterschieden, sondern miteinander angepackt.


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Mit angepackt haben damals auch amerikanische Mennoniten. Sie halfen nicht nur Wohnraum für die vielen Flüchtlinge zu erstellen, sondern unterstützten auch die Gründung der ersten Mennonitengemeinde in Espelkamp im Jahre 1952.

Die Frauenunion Espelkamp lud jetzt zum monatlichen Treffen in diese erste Gemeinde ein. Eine Gruppe von 25 interessierten Frauen sowie einigen Männern nahm die Einladung gerne an. Zu den Gästen zählten auch die Kreistagsmitglieder Kirstin Korte (erste stellvertretende Landrätin), Brigitte Sawade-Meyer (stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses) und Christel Senckel (stellvertretende Bürgermeisterin).

Die Gemeinde wurde von Wolfgang und Anita Mandtler vorgestellt. Beide gingen auf die vielfältigen Angebote für Jung und Alt ein. Schnell entwickelte sich eine lebhafte Unterhaltung, denn die Gäste hatten viele Fragen auch zum Thema evangelische Freikirchen.

Begeistert waren die Besucher von der Einsatzbereitschaft der Mitglieder für ihre Gemeinde, als Wolfgang Mandtler auf Rückfragen erläuterte, wie Veranstaltungen sowie die gesamte Unterhaltung der Anlage organisiert werden. Einhellige Meinung: „Dieses Engagement ist beispielhaft.“

Mit dem Besuch wurde nicht nur eine kirchliche Gemeinde der Stadt vorgestellt, sondern auch ein Blick auf die Anfänge der Kommune geworfen. Im Gespräch erinnerte Christel Senckel an den bekanntesten Vertreter dieser Gemeinde, den im Frühjahr verstorbenen John Gingerich. Er kam 1949 als Pax-Boy (Kriegsdienstverweigerer) nach Europa und diente auch in Espelkamp. Mitte der 50er Jahre kehrte er als Prediger in diese erste Mennonitengemeinde zurück und blieb für viele Jahre. Aufgrund seines besonderen Einsatzes für Stadt und Gemeinde erhielt die Straße am Gemeindezentrum seinen Namen.

Ein Gang durch das neue Haus rundete den Besuch ab. Die Teilnehmer bedankten sich mit einer kleinen Spende für die offene und freundliche Vorstellung der Gemeinde und die informativen Antworten auf viele Fragen zum Thema evangelische Freikirchen“.

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