Presse
Isenstedt: Schaffe, schaffe, Häusle baue
DORFGEMEINSCHAFTEN (4); In Isenstedt gibt es immer genug zu tun
Isenstedt. Sieben Linden stehen schon da. Und wenn in Isenstedt die Hochzeitsglocken läuten, dann kommen neue Bäume hinzu. Die Idee für die Hochzeitsallee hatte unter anderem: Die Dorfgemeinschaft. Die kümmert sich aber auch noch um viele andere Dinge.
„Wir sind Häuslebauer“, sagt Ewald Harre und lacht. Er ist der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft und spricht gerade über die Dinge, die er als Chef so machen muss. In Isenstedt ist die Dorfgemeinschaft ein „Verein der Vereine“. Das bedeutet, dass niemand der Dorfgemeinschaft beitreten kann. Mitglied sind Vertreter aller 14 Isenstedter Vereine, dazu kommen die Ratsmitglieder, mit dabei ist auch jeweils ein Vertreter der Grundschule und des Kindergartens.
„Wir sind Häuslebauer“, sagt Ewald Harre und lacht. Er ist der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft und spricht gerade über die Dinge, die er als Chef so machen muss. In Isenstedt ist die Dorfgemeinschaft ein „Verein der Vereine“. Das bedeutet, dass niemand der Dorfgemeinschaft beitreten kann. Mitglied sind Vertreter aller 14 Isenstedter Vereine, dazu kommen die Ratsmitglieder, mit dabei ist auch jeweils ein Vertreter der Grundschule und des Kindergartens.
Die Dorfgemeinschaft hat etwa eine Schutzhütte am Fahrradparkplatz an der K 56 gebaut. „In Zusammenarbeit mit den Vereinen“, erzählt Harre. Die Hütte wird von Radfahrern und Wanderern „super angenommen und hat viele Besucher“.
Wer nach dem Wandern Appetit bekommen hat, der kann anschließend die Grillhütte der Dorfgemeinschaft nutzen. Die wird vermietet, die Einnahmen landen in der Dorfkasse.
Tatsächlich nimmt sich die Dorfgemeinschaft zahlreicher Themen an, die mit Hütten und Häuschen zu tun haben.
In diesem Jahr waren etwa die Buswartehäuschen ein großes Thema. Harre hatte den Vorschlag gemacht, ein Wartehäuschen an der alten B239 im neuen Industriegebiet umzusetzen. „Die Haltestelle wurde nicht mehr angefahren und das Häuschen ist noch bestens in Schuss“, sagt Ewald Harre.
Um solche Dinge kümmert sich – die Dorfgemeinschaft.
Aber nicht nur Hütten haben in Isenstedt Hochkonjunktur. Wer sich in dem „romantischem Dorf im Grünen“ trauen lässt, der sollte auch einen Baum pflanzen.
Seit dem Sommer des Jahres 2009 haben in der Hochzeitsallee sieben Paare eine Linde beim Gärtner bestellt und einpflanzen lassen. Ein großer Findling vor dem Gemeindehaus soll demnächst mit Namensschildern beklebt und auf die jungen Paare hinweisen. Wer in keinem Verein ist, der kann in der Isenstedter Dorfgemeinschaft auch mitreden. Die Dorfwerkstatt bietet dafür jedem Bürger Gelegenheit. In unregelmäßigen Abständen kann sich da jeder Gedanken über die Zukunft des Ortes machen. „Jeder Isenstedter soll Ideen entwickeln“, so lautet die Zielvorgabe von Ewald Harre. Am Ende werden die Ideen zusammengetragen und die Dorfgemeinschaft prüft, was davon machbar ist und was nicht.
Meistens kommt man dann zu dem Schluss, dass es machbar ist – und die Arbeit der Werkstatt geht – in der Werkstatt weiter. Viele Dinge, die renoviert, geputzt oder gebaut werden müssen, macht die Dorfgemeinschaft selbst.
So haben Günter Pott und Bärbel Viermann in diesem Jahr etwa der Fassade, den Tischen und Bänken der Grillhütte einen neuen Anstrich verpasst.
Auf den ersten Blick hat Isenstedt mit seiner weiten Landschaft und den grünen Wiesen nicht viel mit dem Schwabenländle gemeinsam. Aber der Spruch: „Schaffe, schaffe, Häusle baue – und net nach de Mädle schaue“ passt hier genau wie dort.
Zwar baut man in Isenstedt nicht nur Häusle, aber gewerkelt wird trotzdem immer. Da ist’s dann doch wie in Schwaben: „Wenn unser Häusle’ steht, dann gibts noch lang kei’ Ruh.“
INFO
Die Eisenstätte
´Erstmals urkundlich erwähnt wurde Isenstedt bereits im Jahr 1242.
´Damals tauchte es noch unter dem Namen „Isenstiee“ in den Urkunden auf.
´Der Name kommt aus dem plattdeutschen und bedeutet „Eisenstätte“.
´Im Jahr 1973 wurde Isenstedt eingemeindet und ist seitdem bevölkerungsreichster Ortsteil der Stadt Espelkamp.
´Heute hat Isenstedt 2.700 Einwohner.
´Die Grundschule des Ortes gehört seit dem Jahr 2008 zum Grundschul-Dreierverbund „Espelkamp-Süd“. rtm
Mein trautes Heimatdörfchen
Natürlich hat auch Isenstedt ein eigens Dorflied. Um genau zu sein, gibt es sogar zwei. Das älteste hat Heinrich Vieker bereits im Jahr 1930 zu Papier gebracht: „Mein Heimatdörfchen, mir so traut und nett, das schönste Fleckchen Erde, Isenstedt, die Häuser liegen still im Heimatschoß am Fachwerkgiebel thront das Sachsenross. Mir bist und bleibst du immer traut und nett, du Heimatdörfchen, unser Isenstedt.“ Dazu hat Heinrich Vieker sogar auch eine eigene Melodie komponiert.
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Wer nach dem Wandern Appetit bekommen hat, der kann anschließend die Grillhütte der Dorfgemeinschaft nutzen. Die wird vermietet, die Einnahmen landen in der Dorfkasse.
Tatsächlich nimmt sich die Dorfgemeinschaft zahlreicher Themen an, die mit Hütten und Häuschen zu tun haben.
In diesem Jahr waren etwa die Buswartehäuschen ein großes Thema. Harre hatte den Vorschlag gemacht, ein Wartehäuschen an der alten B239 im neuen Industriegebiet umzusetzen. „Die Haltestelle wurde nicht mehr angefahren und das Häuschen ist noch bestens in Schuss“, sagt Ewald Harre.
Um solche Dinge kümmert sich – die Dorfgemeinschaft.
Aber nicht nur Hütten haben in Isenstedt Hochkonjunktur. Wer sich in dem „romantischem Dorf im Grünen“ trauen lässt, der sollte auch einen Baum pflanzen.
Seit dem Sommer des Jahres 2009 haben in der Hochzeitsallee sieben Paare eine Linde beim Gärtner bestellt und einpflanzen lassen. Ein großer Findling vor dem Gemeindehaus soll demnächst mit Namensschildern beklebt und auf die jungen Paare hinweisen. Wer in keinem Verein ist, der kann in der Isenstedter Dorfgemeinschaft auch mitreden. Die Dorfwerkstatt bietet dafür jedem Bürger Gelegenheit. In unregelmäßigen Abständen kann sich da jeder Gedanken über die Zukunft des Ortes machen. „Jeder Isenstedter soll Ideen entwickeln“, so lautet die Zielvorgabe von Ewald Harre. Am Ende werden die Ideen zusammengetragen und die Dorfgemeinschaft prüft, was davon machbar ist und was nicht.
Meistens kommt man dann zu dem Schluss, dass es machbar ist – und die Arbeit der Werkstatt geht – in der Werkstatt weiter. Viele Dinge, die renoviert, geputzt oder gebaut werden müssen, macht die Dorfgemeinschaft selbst.
So haben Günter Pott und Bärbel Viermann in diesem Jahr etwa der Fassade, den Tischen und Bänken der Grillhütte einen neuen Anstrich verpasst.
Auf den ersten Blick hat Isenstedt mit seiner weiten Landschaft und den grünen Wiesen nicht viel mit dem Schwabenländle gemeinsam. Aber der Spruch: „Schaffe, schaffe, Häusle baue – und net nach de Mädle schaue“ passt hier genau wie dort.
Zwar baut man in Isenstedt nicht nur Häusle, aber gewerkelt wird trotzdem immer. Da ist’s dann doch wie in Schwaben: „Wenn unser Häusle’ steht, dann gibts noch lang kei’ Ruh.“
INFO
Die Eisenstätte
´Erstmals urkundlich erwähnt wurde Isenstedt bereits im Jahr 1242.
´Damals tauchte es noch unter dem Namen „Isenstiee“ in den Urkunden auf.
´Der Name kommt aus dem plattdeutschen und bedeutet „Eisenstätte“.
´Im Jahr 1973 wurde Isenstedt eingemeindet und ist seitdem bevölkerungsreichster Ortsteil der Stadt Espelkamp.
´Heute hat Isenstedt 2.700 Einwohner.
´Die Grundschule des Ortes gehört seit dem Jahr 2008 zum Grundschul-Dreierverbund „Espelkamp-Süd“. rtm
Mein trautes Heimatdörfchen
Natürlich hat auch Isenstedt ein eigens Dorflied. Um genau zu sein, gibt es sogar zwei. Das älteste hat Heinrich Vieker bereits im Jahr 1930 zu Papier gebracht: „Mein Heimatdörfchen, mir so traut und nett, das schönste Fleckchen Erde, Isenstedt, die Häuser liegen still im Heimatschoß am Fachwerkgiebel thront das Sachsenross. Mir bist und bleibst du immer traut und nett, du Heimatdörfchen, unser Isenstedt.“ Dazu hat Heinrich Vieker sogar auch eine eigene Melodie komponiert.
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